Spiaggia di Cea – Arbatax
Heute heisst es einmal quer rüber an die Ostküste. Cagliari lassen wir bewusst links liegen, italienische Grossstädte und Wohnmobile führen eher zu einer komplizierten Beziehung. Stattdessen stehen Natur, Boot, und Agritourismus auf dem Programm. Wir setzen Prioritäten. 🍷🍇
Die Fahrt von Porto Pino nach Arbatax ist ein echtes Highlight. Erst die wilde Küste des Sulcis, dann schlängelt sich die Strasse durchs einsame Gennargentu-Gebirge mit Korkeichen und spektakulären Ausblicken. Die Kurven sind dabei so zahlreich, dass selbst das Navi den Überblick verliert. Es rumpelt, wackelt und sorgt gelegentlich für leichte Schweissausbrüche 8eher auf dem beifahrersitz als bei mir 🤣), aber genauso lernen wir Sardinien kennen.
Cea Spiaggio empfängt uns mit feinstem Sand und türkisblauem Wasser. Die roten Felsen der Rocce Rosse und die Küste bis Cala Luna im Golfo Orosei sind schlicht und einfach der Hammer.
Am Samstag wird ein Boot gemietet und wir tuckern gemütliche von Bucht zu Bucht. (Empfehlenswerte Vermietung). Die Männer geniessen ihre Rolle als Kapitäne sichtlich, während wir Frauen bei etwas mehr Wellengang zeitweise fast über Board geflogen sind. Das Kind im Manne kommt zum Vorschein. Das Meer ist glasklar, herrlich erfrischend so, dass wir zwischendurch reinhüpfen müssen.
Unser nächstes Ziel das Weingut, welches wir wie gesagt, unbedingt ankarren müssen, mit Stellplatz, Verkostung und Menü, öffnet erst Montag wieder. Tja bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als noch etwas länger am Meer rumzutümplen. Es gibt wahrlich schlimmeres.
Nur einer musste leiden; Mein Mann hat die Velodistanz etwas gar optimistisch eingeschätzt. Für die letzten 10km ging seinem E-Bike der Strom aus – Muskelkraft war gefragt. Bei der Sauhitze und den üblichen Höger, hat wurde aus dem Göppel wieder ein ganz normales etwas schwereres Velo. Das Feierabendbier hat er sich damit mehr als verdient.