Pasado
Diesmal geht’s über die Schnellstrasse, also zumindest für sardisches Verständnis, nach Pasado. Unser letzter Stopp, bevor es auf die Fähre Richtung Heimat geht.
Nach anfänglichem Platzgestürm steht das Womo endlich und das wohlverdiente Aperöli ist gesichert. Der Platz ist wunderbar lauschig, hätte es da nicht die Kleinigkeit mit den gefühlt 37 Bataillonen Gnitzen direkt vom Fluss.
Mich ignorieren die Viecher gekonnt, mein Blut scheint nicht auf der Speisekarte zu stehen. Mein Mann hingegen ist das All-you-can-eat-Buffet. Statt zu schlafen verbringt er die Nacht mit Kratzübungen.
Am Morgen erkunden wir Posada und sind sofort verliebt. Enge Gässchen, blühende Bougainvilleas und gemütliche Restaurants. Natürlich muss auch der Berg erklommen werden. Bei Affenhitze und 300 Höhenmetern 🤣 schnaufte die Lunge zwar drastisch aber wir sind ja schliesslich noch zwanzig…..
Ganz oben wartet noch eine Eisenleiter und ein schmales Loch. Dank reichlich Fisch in den letzten Tagen passte es aber locker. Die Aussicht entschädigt einfach alles. Grandios.
Auch La Galetta mit der Hafenmauer voller Porzellanfiguren und Santa Lucia mit den bemalten Häusern sind Schmuckstücke und laden zum verweilen ein. Zurück zum Stellplatz gewinnt allerdings wieder die Gnitzen-Armee. Mein Mann hat sich bereits Löcher gekratzt, Allergie heisst das glaube ich – also am nächsten Morgen ab in die Apotheke. Dank einer Mischung aus Händen, Füssen und ChatGPT wird die passende Cortisonsalbe gefunden. Problem gelöst… zumindest bis die die Tube leer ist. Auf dem Weg nach Olbia folgt deshalb vorsorglich noch ein Apothekenstopp. Frau möchte ja ruhig schlafen auf der Fähre 😊