On Tour

Rückreise Olbia-Livorno-Home

Für die Rückfahrt haben wir uns für die Nachtfähre entschieden. So bleibt der ganze Tag für letzte Ferienaktivitäten. Nach der Erkundung der Nachbardörfli gibt’s zum Abschluss am Nachmittag noch einmal eine Abkühlung im Meer, bevor das Zusammenpacken und alles Dingfest zu machen beginnt.

Camperservice, Apotheke gegen das berüchtigte Kratzproblem, Salatzutaten einkaufen und der Fiat hat auch noch ein gewaltigen Durst. So das Programm bis wir um 20.00h am Hafen parat stehen müssen zur Einschiffung – Abfahrt 22.00h. Das Tanken entwickelt sich zur Sardinien-Rally. Ein günstiger Dieselpreis auf der anderen Strassenseite entdeckt, leider durch Doppellinie nicht anfahrbar und JA einige Verkehrsregeln befolgen sogar die Italiener. Also zum nächsten Kreisel und retour. Nun verhindert tatsächlich eine Tankbegrenzung eine Vollfüllung. Also weiter und nach dem kömerle eine weitere Tanke anfahren, das gleiche Spiel noch einmal mit der Doppellinie. Kreisel fahren können wir nun auf Profi-Niveau.

Am Hafen treffen wir mit einem guten Zeitpolster ein (19.10h) . Mein genialer Plan, möglichst spät kommen um möglichst spät einzuschiffen und möglichst früh wieder von der Fähre fahren. Kling logisch. Funktioniert nur leider überhaupt nicht. Wir wurden zwischen zwei stehende Kolonnen bis fast nach vorne manövriert, mit eingeklappten Spiegeln und Tempo -10kmh, gings. Haare raufen nicht vergessen. Wieso durften wir uns nicht zuhinderst, als Schlusslicht, der Kolonne anstellen, gopfedori.

Statt nun gemütlich den Salat zu essen, geht plötzlich alles ganz schnell. Die Töfffahrer düsen bereits auf die Fähre, die Kolonne neben mir setzt sich ebenfalls bereits in Bewegung und wir schaufeln den Salat in Rekordtempo hinein. Um 19.25h sitze ich wieder fahrbereit auf dem Sitz. Mann macht noch den Abwasch, just als ich auf die Fähre rauf fahre ist auch er fertig und sitzt wieder in Position. Ein bisschen Adrenalin schadet nie 🙂

Unser Plan endet schliesslich im Unterdeck, das letzte welches ausgeschifft wird, hmpf… Immerhin erkennt ein Mitarbeiter rechtzeitig, dass unser Wohnmobil etwas länger ist als gedacht und erspart uns die hinterste Ecke.

Am nächsten Morgen in Livorno folgt die Überraschung. Der gleiche Mitarbeiter lotst uns geschickt zwischen den noch stehenden Kolonnen raus. Schwups um 7.35h sind wir bereits von der Fähre runter. Die ganze planerei und Sörgeli waren für die Katz.

Danach heisst es nur noch Heimwärts. Ohne Stau, ausser der obligate Ampelhalt am Gotthard, worüber ich mich nun nicht mehr echauffiere, ohne Drama und mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen im Gepäck.