Südschweden

Navigationsfiasko auf dem Asnen

Heute stand Natur pur auf dem Programm. Den Tag starteten wir mit einer kleinen Wanderung durch den Nationalpark. Lauschige, idyllische Trampelpfade mit verschieden Biotopen. Leider haben wir nicht wirklich viele Tiere gesichtet. Jedoch etwas, das wirklich niemand sehen will. Wir haben wohl versehentlich ein paar Touristen bei ihrem“ Geschäft“ im Gebüsch und mitten auf dem Weg überrascht. Geht ja mal gar nicht.

Zurück auf dem Campingplatz geht es direkt zur Reception. Ein Kanu mieten unser Plan. Die nette Frau bei der Vermietung gab uns eine grobe Papierkarte als Navigation auf den Weg und meinte: Wenn ihr die grosse Umrundung zügig paddelt, braucht ihr etwa 4h.

Da für den späteren Nachmittag Gewitter angesagt waren, war unser Plan absolut überschaubar. Nur kurz in eine der ersten buchten paddeln, etwas rumtümpeln und die Seele baumeln lassen. Motiviert hievten wir das bockschwere teil ins Wasser und stachen in See. Der Götti der Navigation (Ich sag jetzt keine Namen) steuerte zielsicher die vermeintlich dritte Bucht an. Nach einer Zvieri-Pause bei einer malerischen Landzunge wollten wir dann doch mal wissen, wo wir uns eigentlich genau befinden. Handy gezückt, Google Maps geöffnet und ZäckBoom. Wir waren bereits meilenweit an Orten unterwegs, die auf unserer Papierkarte gar nicht mehr existierten.

Wie wir das geschafft haben? Kein Plan. Für eine Strecke, für die man scheinbar 4h benötigt, hatten wir wohl den Turbo eingelegt, oder schlichtweg jede Abzweigung ignoriert. Unsere Navifähigkeit auf dem Wasser ist absolut katastrophal. Also hiess es, Wendegetriebe ein und zwischen den unzähligen Buchten den Weg zurück suchen. Morgen haben wir höchstwahrscheinlich Popeye-Arme und einen saumässigen Muskelkater. Es war trotzdem ein absolut tolles Erlebnis auch wenn mit Orientierungsschwäche.