Fischerhäusschen-Magie, Krabbenberge und Wind im Felsen-Camp (Smögen/Kungshamn)
Morgens das allererste Mal draussen frühstücken – und das bei dieser Kulisse! Jedes Mal wenn wir denken „Schweden ist glaub ich nicht so unseres“, haut uns das Land das nächste Highlight um die Ohren. Psst, es gefällt uns schon noch :-).
Räder gepackt und ab durch die Küstenorte. In Kungshamn ist es wunderbar ruhig und gemütlich. Entlang des Wasser stehen die typischen Fischerhäusschen (Fiskebodar), idyllisch in Reih und Glied, ein absolut fantastisches Fotomotiv (Die Kamera ist überfüllt davon). Über die Brücke ging es weiter nach Smögen. Hier war schon deutlich mehr los, auch wenn wir wohl etwas gar früh unterwegs waren. Die Beizlis machten meist erst um 12.00h, die Butiken um 11.00h. Das hatte aber einen riesigen Vorteil. Wir hatten den berühmten Holzsteg und die Bilderbuchähnlichen farbigen Holzhäusschen fast für uns alleine. Richtig malerisch, Einfach Schweden pur.
Nach der Fotorunde wollte ich ein bisschen Schlendern. Mann kriegt da immer Nervenflattern, weil „Schlendern“ in meiner Sprache bedeutet: „Ich will in absolut jedem Lädeli alles ganz genau unter die Lupe nehmen und komme nur mit Müh und Not mit leeren Händen raus“.
Zurück auf den Holzstegen entdeckten wir ein tolles Restorang mit Terrasse. Einmal Fish&Chips und Krabbenbrot (Räksmörgäs) bitte. Ja, heilanddöri! Was da serviert wurde, hätte locker für eine ganze Grossfamilie gereicht. Ein Berg von frischen Krabben. Wir waren Papsatt und froh konnten wir noch ein bisschen pedalen bis zum Stellplatz zurück.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir sonnig und tiefenentspannt auf den Felsen. Ein zweiter Bilderbuch-Sonnenuntergang war uns leider nicht gegönnt. Das Wetter machte komplett zu, und der Wind drehte den Schalter derart auf Hochtouren, dass unser Womo teilweise ordentlich ins ruckeln kam. huuch..! Die Stützen sind unten also alles gut.
Da es morgen hier oben an der Küste richtig grauslig werden soll, heisst es für uns: Zusammenpacken und ab ins Binnenland. Dort soll sich das Wetter von einer besseren Seite zeigen. Also wir glauben’s erst, wenn wir’s sehen.