On Tour

Hejda Schweden

Nach dem gemütlichen Frühstück in Bremen rollten die Räder fast wie von selbst nach Rostock. Die Autobahn meinte es überraschend gut mit uns – wahrscheinlich hatten die Baustellenarbeiter kurz Kaffeepause oder so.

Im Hafen von Rostock angekommen, schlägt das Camperherz dann doch schneller. Dieses eingespielte Theater mit den LKW’s, Wohnmobilen aller Grössen, PKW’s welche hopphoppzackzack eingewiesen werden, hat ein einfach etwas magisches. Und mittendrin unser treuer Dethleffs, der souverän im Bauch des Schiffes verstaut wird. (Wir haben ihm übrigens gut zugeredet, dass er die Konkurrenz aus Düsseldorf ganz schnell vergessen soll.)

Sobald die Klappe geschlossen ist schaltet unser Kopf automatisch auf Urlaubmodus. Mann hat da so Super Sitze in einer Privat Lounge gebucht, da Frühbucherangebot, nicht wirklich teurer. Ich bin ihm dankbar, das war ja mal entspannend. Ein paar Stunden später taucht die Küste Schweden’s auf. Als eine der ersten dürfen wir runter fahren und los an die erste Tanke, sonst kommt’s nicht gut. Der Most ist hier deutlich günstiger, passt doch.

Unser erstes Ziel ist Ystad. Doch die Ankunft verlangte uns erst einmal ein bisschen Nervenstärke. Die Schranke zum Stellplatz war zu-geschlossen-kein Durchkommen. Nach nervösem Herumwuseln und der verzweifelten Suche nach dem magischen Kopf fand Mann, unsere Rettung in Form eines äusserst freundlichen Pärchens. Schwups, Karte gezückt, Schranke auf, wir drin!

Voller Erleichterung parkten wir zwischen den zwei weissen Punkten am Boden. Dachten wir zumindest, falsch gedacht, gaaanz falsch. Der Nachbar aus dem grossen Kanton, reklamierte sofort, das sei kein Parkfeld, sondern sein persönlicher Vorgarten, im Fall. Jä nu, bevor ein Nachbarschaftskrieg ausbricht wird der Dethleffs nochmals kurz versetzt, schliesslich ist bereits 20.30h und wir wollen morgen bereits wieder los.