On Tour
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Navigationsfiasko auf dem Asnen
Heute stand Natur pur auf dem Programm. Den Tag starteten wir mit einer kleinen Wanderung durch den Nationalpark. Lauschige, idyllische Trampelpfade mit verschieden Biotopen. Leider haben wir nicht wirklich viele Tiere gesichtet. Jedoch etwas, das wirklich niemand sehen will. Wir haben wohl versehentlich ein paar Touristen bei ihrem“ Geschäft“ im Gebüsch und mitten auf dem Weg überrascht. Geht ja mal gar nicht. Zurück auf dem Campingplatz geht es direkt zur Reception. Ein Kanu mieten unser Plan. Die nette Frau bei der Vermietung gab uns eine grobe Papierkarte als Navigation auf den Weg und meinte: Wenn ihr die grosse Umrundung zügig paddelt, braucht ihr etwa 4h. Da für den späteren Nachmittag…
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Steinhaufen Ales Stenar und Schleichfahrt nach Asnen NP
Am nächsten Morgen ordnungsgemäss eingecheckt und ab ins Städtchen Ystad. Fazit: Ausgestorben ist nur der Vorname, Tote Hose hoch zehn. Gut es ist Sonntag, aber da wirklich gar niemand unterwegs. Zum Glück hatte die Bäckerei offen und wir gönnten uns unser erstes schwedisches Gebäck. Trostpflaster geglückt. Weiter gings Richtung Steinhaufen – Ales Stenar. Der Wind blies ordentlich und hätte mir fast den Hut ins Meer gehauen. Aber für die mystische Atmosphäre war dieses Wetter super. Gleich unten am Strand wartete unsere nächste Belohnung. Eine herrliche Fisk Butik – frischer Fisch, frisch geräuchte Ware, Gewürze, der Kühlschrank platzt nun aus allen Nähten. Und wir freuen uns auf unsere Abendessen. Weiter gehts…
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Hejda Schweden
Nach dem gemütlichen Frühstück in Bremen rollten die Räder fast wie von selbst nach Rostock. Die Autobahn meinte es überraschend gut mit uns – wahrscheinlich hatten die Baustellenarbeiter kurz Kaffeepause oder so. Im Hafen von Rostock angekommen, schlägt das Camperherz dann doch schneller. Dieses eingespielte Theater mit den LKW’s, Wohnmobilen aller Grössen, PKW’s welche hopphoppzackzack eingewiesen werden, hat ein einfach etwas magisches. Und mittendrin unser treuer Dethleffs, der souverän im Bauch des Schiffes verstaut wird. (Wir haben ihm übrigens gut zugeredet, dass er die Konkurrenz aus Düsseldorf ganz schnell vergessen soll.) Sobald die Klappe geschlossen ist schaltet unser Kopf automatisch auf Urlaubmodus. Mann hat da so Super Sitze in einer…
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Auf gehts nach Düsseldorf – Messe Marathon
Unsere Reise beginnt mir einem Stopp in Düsseldorf. Mann, hatte die glorreiche Idee, wenn wir schon gen Norden karren, doch die grösste Campingausstellung Europas gleich mit zu nehmen. Gesagt, gebucht, hingefahren. Wir haben PreView-Tickets, können also bereits vor dem offiziellem Start, die Messe besuchen. Gut für uns, da viel weniger Besucher reingelassen werden und du so mehr Zeit hast die Wohnmobile und das Zubehör zu bestaunen. Im Raum steht eventuell etwas Neues – aber psst, das muss unser treuer Dethleffs ja nicht gleich mitkriegen. Es macht schlicht Sinn vor Ort alle Modelle live zu vergleichen und die Händler mit unzähligen Fragen zu Nerven. Unterwegs nach besagtem Düsseldorf, wurde schnell klar:…
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Rückreise Olbia-Livorno-Home
Für die Rückfahrt haben wir uns für die Nachtfähre entschieden. So bleibt der ganze Tag für letzte Ferienaktivitäten. Nach der Erkundung der Nachbardörfli gibt’s zum Abschluss am Nachmittag noch einmal eine Abkühlung im Meer, bevor das Zusammenpacken und alles Dingfest zu machen beginnt. Camperservice, Apotheke gegen das berüchtigte Kratzproblem, Salatzutaten einkaufen und der Fiat hat auch noch ein gewaltigen Durst. So das Programm bis wir um 20.00h am Hafen parat stehen müssen zur Einschiffung – Abfahrt 22.00h. Das Tanken entwickelt sich zur Sardinien-Rally. Ein günstiger Dieselpreis auf der anderen Strassenseite entdeckt, leider durch Doppellinie nicht anfahrbar und JA einige Verkehrsregeln befolgen sogar die Italiener. Also zum nächsten Kreisel und retour.…
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Pasado
Diesmal geht’s über die Schnellstrasse, also zumindest für sardisches Verständnis, nach Pasado. Unser letzter Stopp, bevor es auf die Fähre Richtung Heimat geht. Nach anfänglichem Platzgestürm steht das Womo endlich und das wohlverdiente Aperöli ist gesichert. Der Platz ist wunderbar lauschig, hätte es da nicht die Kleinigkeit mit den gefühlt 37 Bataillonen Gnitzen direkt vom Fluss. Mich ignorieren die Viecher gekonnt, mein Blut scheint nicht auf der Speisekarte zu stehen. Mein Mann hingegen ist das All-you-can-eat-Buffet. Statt zu schlafen verbringt er die Nacht mit Kratzübungen. Am Morgen erkunden wir Posada und sind sofort verliebt. Enge Gässchen, blühende Bougainvilleas und gemütliche Restaurants. Natürlich muss auch der Berg erklommen werden. Bei Affenhitze…
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Fast vergessen oder vielleicht doch erfolgreich verdrängt
Die Fahrt gestern über die Berge hatte nämlich einen ganz besonderen tatsch. Unsere Durchnittsgeschwindigkeit lag bei sportlichen 30km/h. Wenn es einmal richtig zackig wurde, zeigte der Tacho sogar sensationelle 35km/h an. Der Grund? Vor uns fuhr ein Schnupftruckli (BMW kleine Ausführung), dessen Fahrerin jede Kurve, jeden Schatten und praktisch alles was ihr entgegenkam, mit einer beherzten Bremsaktion begrüsste. Sälü… Wir rollten bereits mit Motorbremse im zweiten Gang Richtung Tal und mussten trotzdem ständig zusätzlich in die Eisen steigen. Das absolute nonplusultra folgte beim Überhohlmanöver eines Gümmelers. Die Strasse war ausnahmsweise so breit, dass locker drei LKW’s nebeneinander Platz gefunden hätten. Perfekt, dachten wir, jetzt zieht das truckli endlich vorbei und…
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Cantina Alessandro Bocca
Es geht wieder einmal weiter quer über die sardischen Berge. Unser Dethleffs durfte zeigen, was in ihm steckt, während er tapfer Serpentine um Serpentine nach oben kämpfte. Belohnt wurden wir mit einer Aussicht, die jeden Schweisstropfen und jede Kurve vergessen lässt. Wilde Schluchten, schroffe Kalkfelsen und grüne Täler. Sardinien kann Landschaft auch. Bevor wir unser Weingut antuckern, legen wir einen Zwischenhalt in Orosei ein. Hübsches Städtchen, aber irgendwie hatten wir das Gefühl den geheimen Hotspot verpasst zu haben. Oder einfach zur falschen Zeit am richtigen Ort zu sein. Also einmal durchgeschlendert, Apéro gegönnt und weiter. Natürlich wäre es zu langweilig wenn die Zufahrt zum Agritourismo ganz normal gewesen wäre. Statt…
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Spiaggia di Cea – Arbatax
Heute heisst es einmal quer rüber an die Ostküste. Cagliari lassen wir bewusst links liegen, italienische Grossstädte und Wohnmobile führen eher zu einer komplizierten Beziehung. Stattdessen stehen Natur, Boot, und Agritourismus auf dem Programm. Wir setzen Prioritäten. 🍷🍇 Die Fahrt von Porto Pino nach Arbatax ist ein echtes Highlight. Erst die wilde Küste des Sulcis, dann schlängelt sich die Strasse durchs einsame Gennargentu-Gebirge mit Korkeichen und spektakulären Ausblicken. Die Kurven sind dabei so zahlreich, dass selbst das Navi den Überblick verliert. Es rumpelt, wackelt und sorgt gelegentlich für leichte Schweissausbrüche 8eher auf dem beifahrersitz als bei mir 🤣), aber genauso lernen wir Sardinien kennen. Cea Spiaggio empfängt uns mit feinstem…
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Sant’Anna Arresi – Porto Pino
Nun müssen wir langsam einen Rutsch gegen Süden karren, sonst reicht es nicht rundumen. Wobei verlängern wäre natürlich durchaus eine vernünftige Option. Die Fahrt ist einmal mehr typisch sardisch: Es rumpelt, wackelt und schüttlet, dass sogar die Weingläser Tango tanzen. Das Ziel heisst Porto Pino, bekannt für seine traumhaften Strände und Dünen. Der Ort erinnert eher an die Karibik als an Italien. Wir wollen den Agricamping Il Ruscello anfahren. Das Navi beweist erneut seinen Abenteuergeist und führt uns durch einen haarsträubend engen Feldweg. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht? Aussen herum hätte eine gäbige breite Strasse gewartet. Die Technik bleibt mir eben ein Rätsel, oder Frau versteht sie einfach…